Inklusionsgedanke

„Es ist normal, verschieden zu sein“

Richard von Weizsäcker

Seit März 2009 ist in Deutschland die UN-Konvention bezüglich der Rechte von Menschen mit Behinderung in Kraft. Dies ist auch die Grundlage für die Veränderungen in der Schullandschaft in Rheinland-Pfalz. Das Schulgesetz schreibt den freien Willen der Eltern bei der Schulwahl fest. Sie können entscheiden, ob sie ein Kind mit Beeinträchtigungen auf eine spezielle Förderschule oder in eine der Schwerpunktschulen schicken, wo inklusives Lernen möglich ist. Bei diesen Bildungsstätten handelt es sich um Regelschulen. Zentrales Anliegen ist die gleichberechtigte Teilnahme beeinträchtigter Menschen am gesellschaftlichen Leben.

Wie alle Schwerpunktschulen entwickelten wir auch ein schuleigenes Konzept zur individuellen Förderung eines jeden Kindes und Jugendlichen. Dieses wird ständig überarbeitet, angepasst und optimiert.

Inklusion als pädagogischer Begriff meint unter anderem das gemeinsame Lernen und Leben von nicht behinderten und behinderten Kindern und Jugendlichen in Regelklassen. Unterstützt werden alle Schülerinnen und Schüler, insbesondere aber die mit sonderpädagogischem Förderbedarf, von Förderschullehrkräften. Das bedeutet, dass einzelnen Schülern mit Beeinträchtigungen speziell auf sie zugeschnittene Maßnahmen angeboten werden, damit sie die Regelschule besuchen können.

 

Pädagogische Leitlinien

  • Alle Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, im eigenen Lerntempo Lerninhalte zu bewältigen und individuelle Lernziele anzustreben. Sie leben und lernen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, die sonderpädagogischen Förderbedarf haben.
  • Der Unterricht zielt darauf, durch sonderpädagogische und individuelle Hilfen eine den persönlichen Möglichkeiten entsprechende schulische Bildung zu verwirklichen.
  • Der Unterricht ist – wenn erforderlich – zieldifferent.
  • Der Unterricht orientiert sich an den Lernzielen der verschiedenen sonderpädagogischen Förderschwerpunkte und ermöglicht Schulabschlüsse, die den individuellen Möglichkeiten entsprechen.
  • Als Grundlage der Förderung werden für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf individuelle Förderpläne erstellt.

(Quelle: Bildungsserver RLP)